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Kreditklemme kein Investitionshemmnis
Kreditklemme kein Investitionshemmnis
Finanzierungserschwernisse nicht für den Einbruch der Investitionsbereitschaft verantwortlich
Neuss, 03.09.2009
Der Beschluss des Bundeswirtschaftsministeriums, die Kreditversorgung der Unternehmen durch KfW-Globaldarlehen sicherzustellen, vermittelt den Eindruck, die Wirtschaft leide bereits unter einer Kreditklemme und die Unternehmen könnten notwendige und zukunftsträchtige Investitionen nicht durchführen. Unstrittig ist, dass sich die Finanzierungskonditionen für die deutschen Unternehmen seit dem Ausbruch der Finanzkrise merklich verschlechtert haben. Ursache dafür ist nicht zuletzt, dass die Kreditinstitute durch die steigenden Insolvenz- und Kreditausfallzahlen zu einer Neujustierung ihrer Risikoeinschätzungen gezwungen sind.
Doch auch wenn die Investitionsfinanzierung für die mittelständischen Unternehmen mittlerweile teurer geworden ist: Echte Finanzierungshemmnisse sind nur im Einzelfall der Grund, warum Investitionen ausbleiben.
Eine Sonderauswertung der aktuellen Creditreform Mittelstandsbefragung, an der sich 3.924 vorwiegend kleine und mittlere Unternehmen beteiligten, belegt, dass der Anteil der Unternehmen, die aufgrund von Finanzierungsproblemen an der Durchführung von Investitionen gehindert werden, sogar niedriger ausfällt als in den Vorjahren. So mussten in den ersten sechs Monaten 2009 gut 17 Prozent der Unternehmen aus Finanzierungsgründen ihr Investitionsvorhaben aufgeben (2008: 21,5 Prozent; 2007: 20,9 Prozent).
Der überwiegende Teil der nicht investierenden Unternehmen (78,7 Prozent) hält sich aus anderen Gründen mit Investitionsausgaben zurück. Zum einen haben die Firmen bereits während des vergangenen Wirtschaftsbooms massiv investiert. Zum zweiten ist die derzeit zu beobachtende Investitionszurückhaltung weitgehend der Unsicherheit über die künftige konjunkturelle Entwicklung geschuldet – folglich benötigen die Unternehmen auch weniger Finanzmittel.
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Tel.: 0 21 31 / 109-171 Fax: 0 21 31 / 109-176
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