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Wirtschaftswetter in Mecklenburg Vorpommern
Wirtschaftswetter in Mecklenburg Vorpommern
Mecklenburg-Vorpommern , 09.03.2009
Die schwierigen Marktbedingungen finden in den Creditreform Wirtschaftsdaten zur Unternehmensstabilität bereits Ihren Niederschlag. Das Ausfallrisiko für den Unternehmenssektor erhöhte sich erneut, und die Betriebe kommen ihren Zahlungsverpflichtungen schleppender nach als vor einem Jahr.
In den ersten beiden Monaten 2009 sind die mittelständischen Unternehmen in Deutschland so pessimistisch wie seit dem Frühjahr 2005 nicht mehr. Bei den Geschäftserwartungen haben erstmals seit drei Jahren wieder die negativen Meldungen die Oberhand gewonnen. Auftragsrückgänge und steigende Unsicherheiten lassen die Investitionsneigung der Unternehmen zurückgehen.
Entwicklung der Firmen- und Verbraucherinsolvenzen in MV von 2004 - 2008

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So erlitten von den rund 80.024 Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2008 2.175 Unternehmen den wirtschaftlichen Zusammenbruch durch Insolvenz, Haftanordnung oder eidesstattliche Versicherung.
Regionencheck für Mecklenburg-Vorpommern
Datengrundlage für den nachstehenden Regionencheck ist die Creditreform Wirtschaftsdatenbank mit über 3,9 Mio. Unternehmensdatensätzen. Durch stichtagsbezogene Selektionen wird die Anzahl der Unternehmen sowie die Anzahl der ausgefallenen Firmen je Region ausgewiesen. Grundlage und Orientierungsgröße des Analyseverfahrens ist der Creditreform-Risiko-Indikator (CRI in %), der die Ausfallwahrscheinlichkeit einer Region misst. Das Vorliegen eines Ausfalls wird durch folgende Negativmerkmale angezeigt:
- Unternehmerisches Insolvenzverfahren
- Verbraucherinsolvenzverfahren von unternehmerisch tätigen Personen
- sonstige Insolvenzverfahren
- Haftanordnung zur Abgabe der Eidesstattlichen Versicherung
- Abgabe der Eidesstattlichen Versicherung
Auf Basis der über den Creditreform-Risiko-Indikator (CRI in Prozent) ermittelten Ausfallquoten erfolgt eine Einteilung nach sechs Risikoklassen, ähnlich dem Schulnotenprinzip. Je höher der Creditreform-Risiko-Indikator, desto höher ist die Insolvenzgefahr. Ein geringes Ausfallrisiko wird durch eine grüne Ampelschaltung symbolisiert; ein hohes Ausfallrisiko durch eine rote Ampelschaltung.
Das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern wird mit einem CRI von 2,72 Prozent (Vorjahr 2.39 Prozent) bewertet und der vierten Risikoklasse (erhöhtes Ausfallrisiko) zugeordnet. Damit weisen die Unternehmen in unserem Land ein erhöhtes Insolvenzrisiko auf.
Die mangelhafte Eigenkapitalstruktur vieler Unternehmen ist sicher nur eine der Ursachen, die zur Einordnung in die vierte Risikoklasse geführt haben. Die auch in Mecklenburg- Vorpommern wieder ansteigende Zahl der Firmeninsolvenzen führt zu sehr unterschiedlichen Risikostrukturen auf der Ebene der Kreise und kreisfreien Städte.
Risikoklassen für alle Kreise im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern
Der Blick auf die Kreisebene zeigt, dass lediglich die Kreise Ludwigslust, Nordwestmecklenburg, Stralsund und Greifswald in die dritte Risikoklasse mit einem mittleren Ausfallrisiko (CRI zwischen 2,0 und 2,5 Prozent) eingeordnet werden. Rostock, Rügen und Uecker-Randow liegen mit einem CRI zwischen 3,0 und 3,5 Prozent sogar in der fünften Risikoklasse mit einem hohen Ausfallrisiko. Die restlichen Kreise (Wismar, Bad Doberan, Parchim, Schwerin, Güstrow, Nordvorpommern, Demmin, Müritz, Ostvorpommern, Neubrandenburg
und Mecklenburg-Strelitz) rangieren wie das gesamte Bundesland in der vierten Risikoklasse mit einem erhöhten Ausfallrisiko.
Creditreform Risiko-Indikator nach Hauptbranchen in der Region
Nachfolgende Tabelle stellt die Risikoindikatoren nach Hauptbranchen für 2008 im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich zur Gesamtwirtschaft dar. Dargestellt werden die Anzahl Unternehmen, die ausgefallenen Unternehmen und die Risikoverteilung über die Hauptbranchen.

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Risikoindikatoren nach Rechtsformklassen
Neben den zeitlichen und branchenspezifischen Ausfallrisiken wird das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern im Folgenden nach Rechtsformklassen im Vergleich zur Gesamtwirtschaft untersucht. Die Creditreform Risiko-Indikatoren für die einzelnen Rechtsformklassen entnehmen Sie bitte nachfolgender Tabelle.

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Risikoindikatoren nach Umsatzklassen
Im Folgenden wird das Ausfallrisiko in dem Bundesland Mecklenburg-Vorpommern nach Umsatzklassen im Vergleich zur Gesamtwirtschaft untersucht. Die Creditreform Risiko-Indikatoren für die einzelnen Umsatzklassen entnehmen Sie bitte nachfolgender Tabelle.

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Prognose
Das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern wird aktuell mit einem Creditreform Risiko-Indikator von 2,72% in die Risikoklasse 4 eingestuft und mit einem erhöhten Ausfallrisiko bewertet. Der prognostizierte Creditreform Risiko-Indikator im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern für 2009 liegt bei 2,88% und ist somit der Risikoklasse 4 zuzuordnen.

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Risikoklassen für alle Kreise in Deutschland über alle Branchen
Der Blick auf die Deutschlandkarte zeigt, dass die Ausfallwahrscheinlichkeit in Süddeutschland deutlich geringer ist als in Zentral- und Ostdeutschland. In Sachsen-Anhalt ist das Risiko für Unternehmen, zahlungsunfähig zu werden, am größten. Mecklenburg-Vorpommern folgt im Ranking der Bundesländer gleich dahinter.

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