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Zahlungsverhalten der Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern im 1. Quartal 2009
Zahlungsverhalten der Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern im 1. Quartal 2009
Mecklenburg-Vorpommern liegt im guten Vorderfeld
Rostock, 30.06.2009
Das Zahlungsverhalten der Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern (MV) liegt im Ranking der 16 Bundesländer auf einem guten vorderen Platz. Nachdem das vereinbarte Zahlungsziel verstrichen ist, müssen die Gläubiger in unserem Land weitere 12,5 Tage auf ihr Geld warten. Bundesweit sind es 13,4 Tage. Innerhalb der ostdeutschen Bundesländer weisen nur die Unternehmen in Sachsen (13,3 Tage) eine bessere Zahlungsmoral auf als die nordostdeutschen Betriebe.
Erhebliche Zahlungsverzögerungen im Bau- und Logistiksektor
Das gute Zahlungsverhalten der Unternehmen Mecklenburg-Vorpommerns wird getrübt durch die schlechte Zahlungsweise von Bauunternehmen und den Firmen des Transport- und Logistiksektors. In beiden Wirtschaftszweigen werden Rechnungen mit durchschnittlich 15 Tagen Zahlungsverzug deutlich schleppender beglichen als in den übrigen Branchen. Zum Vergleich: Metall- und Elektrobetriebe, Unternehmensdienstleister sowie Groß- und Einzelhändler kommen ihren Zahlungsverpflichtungen nach rund 13 Tage nach. Die im Norden stark vertretenen konsumnahen Bereiche des Dienstleistungssektors wie das Hotel- und Gastgewerbe zahlen dagegen nur sechs Tage über dem Zahlungsziel.
Effektives Forderungsmanagement immer dringlicher
Lieferanten, bei denen Rechnungen nicht oder verspätet beglichen werden, kommen ohne ausreichend starke Rücklagen schnell in Liquiditätsnöte. Um drohenden Forderungsverlusten zu begegnen, wird ein effektives Forderungs- und Liquiditätsmanagement immer dringlicher. Für die Unternehmen heißt das unzer anderem: Im Vorfeld die Bonität des Geschäftspartners prüfen, nach Leistungserstellung die Rechnung unverzüglich und mit konkreter Angabe eines Zahlungsziels versenden, das Mahnwesen professionalisieren – auch mit Hilfe externer Dienstleister – sowie bei unbekannten Geschäftspartnern das Limit für den Lieferantenkredit anpassen und im Zweifelsfalle auf Bar- oder Anzahlung bestehen.
Im ZaC-Pool, dem Zahlungserfahrungspool von Creditreform, liegen mittlerweile ca. 80 Millionen Belegdaten (Zahlungserfahrungen) zu 1,5 Millionen Unternehmen vor. 300 Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen und Größen nutzen die externen Zahlungserfahrungen aus dem ZaC-Datenpool Monat für Monat. Diese Unternehmen liefern monatlich im Durchschnitt 2,5 Millionen aktuelle Zahlungserfahrungen ein.
Profitieren Sie doppelt
Einerseits können Sie interne Zahlungserfahrungen mit externen Zahlungsinformationen kostenfrei ergänzen und auf diese Weise Ihre Informationsbasis zur Kundenbeurteilung verfeinern. Andererseits erhalten Sie ein zuverlässiges Frühwarnsystem. Sie erkennen, wann Ihr Kunde bei Wettbewerbern oder in anderen Branchen in Zahlungsverzug gerät und können dadurch Rückschlüsse auf das mögliche zukünftige Zahlungsverhalten Ihnen gegenüber ziehen.
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