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Wirtschaftslage und Finanzierung im Mittelstand,
Herbst 2009

M-V Mittelstand noch stabil in der Krise – Aussichten aber sehr pessimistisch

Rostock, 16.10.2009


Die aktuelle Creditreform Analyse "Wirtschaftslage und Finanzierung im Mittelstand, Herbst 2009" (siehe rechts, "Verwandte Themen") zeichnet für Mecklenburg-Vorpommern ein eingetrübtes Stimmungsbild. Die wichtigsten regionalen Ergebnisse:

  • Stimmungslage im Mittelstand schlechter als vor Jahresfrist

  • Mehr Betriebe als 2008 mit Umsatzzuwachs, aber auch mehr mit Umsatzrückgängen

  • über den Sommer viele Personalaufstockungen

  • Umsatz- und Gewinnprognosen überwiegend negativ

Gut ein Drittel der Mittelständler Mecklenburg-Vorpommerns (35,2 Prozent; Deutschland: 32,8 Prozent) bewerten ihre aktuelle Geschäftslage mit sehr gut oder gut – das sind deutlich weniger als im Jahr zuvor, als noch 50,6 Prozent der Unternehmen eine positive Bewertung abgaben. Wie im gesamten Bundesgebiet auch ist jeder neunte Betrieb im Nordosten (11,4 Prozent; Deutschland: 11,0 Prozent) überhaupt nicht zufrieden.

Der Einbruch in der Stimmungslage spiegelt sich in den Umsatz- und Ertragszahlen nur teilweise wider: In der diesjährigen Umfrage gaben 30 der knapp 100 befragten Unternehmen an, mehr Umsatz als im Frühjahr erwirtschaftet zu haben. Im vergangenen Herbst hatten das nur 18,2 Prozent der Mecklenburger Unternehmen bejaht. Von 31,2 auf 42 Prozent gestiegen ist der Anteil der Betriebe, die ein Umsatzminus hinnehmen mussten.

In der Wirtschaftskrise konnten immerhin 18,2 Prozent (Vorjahr: 13,0 Prozent) der nordostdeutschen Unternehmen einen Gewinnanstieg verbuchen. Jeder Zweite (Vorjahr: 36,4 Prozent) musste einen Gewinnrückgang verkraften.

Positiver Beschäftigtensaldo

Die Personalnachfrage der Unternehmen ist per Saldo positiv. 33 Prozent der befragten Mittelständler haben die Mitarbeiterzahl im Verlauf der Sommermonate erhöht. 17 Prozent der Betriebe mussten die Belegschaft gegenüber dem Frühjahr verkleinern. Im vergangenen Herbst hatte jeder Vierte (24,7 Prozent) von Personalaufstockungen berichtet. 20,8 Prozent der Unternehmen mussten damals die Mitarbeiterzahl reduzieren.

Umsatz- und Ertragsaussichten pessimistisch – Investitionsbereitschaft im Keller

Die Umsatzaussichten für die kommenden sechs Monate fallen überwiegend pessimistisch aus: Nur 6,8 Prozent der Befragten rechnen mit steigenden Einnahmen. Drei von zehn Unternehmen (29,5 Prozent) erwarten einen Umsatzrückgang. Damit liegen die optimistischen Umsatzerwartungen klar unter dem Anteil der pessimistischen.

Ebenfalls deutlich in der Mehrzahl sind die Negativmeldungen bei der Einschätzung der künftigen Gewinnentwicklung. So rechnen 44,3 Prozent der Mittelständler mit rückläufigen Gewinnen; nur jeder Fünfte (19,3 Prozent) erwartet einen Zuwachs.

Die Investitionsbereitschaft der Unternehmen im Land Mecklenburg-Vorpommern ist stark zurückgegangen: Nur noch 13,6 Prozent (Vorjahr: 44,2 Prozent) der befragten Mittelständler wollen innerhalb der kommenden sechs Monate Investitionen vornehmen.



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