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Wirtschaftsbarometer M-V drittes Quartal 2010
Insolvenzen, Neugründungen und Bonitäten, 3. Quartal 2011
Eine aktuelle Studie von Creditreform Mecklenburg-Vorpommern
Rostock, 14.10.2011
Weniger Gründungen in Mecklenburg-Vorpommern
Das Gründungsgeschehen in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt sich weiter rückläufig. Zwischen August und Oktober 2011 wurden im Land 794 Unternehmensgründungen verzeichnet. In den ersten drei Monaten des Jahres wurden noch 920 Neugründungen registriert. Aufgrund der sehr guten Arbeitsmarktlage ergeben sich für potenzielle Unternehmensgründer wieder vermehrt attraktive Beschäftigungsverhältnisse. Zudem verringert sich infolge der sinkenden Arbeitslosenzahlen die Zahl der sogenannten Notgründungen aus der Arbeitslosigkeit
heraus. Diese Faktoren haben das Gründungsgeschehen trotz guter Gründungsbedingungen in Form negativ beeinflusst. In den einzelnen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns verzeichnet allein Rostock aktuell eine leichte Zunahme der Gründungszahlen.
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HRO |
SN |
NBG |
MV |
| 1. Quartal 2011 |
405 |
275 |
240 |
920 |
| 2. Quartal 2011 |
384 |
208 |
219 |
811 |
| 3. Quartal 2011 |
405 |
197 |
192 |
794 |
Wirtschaftsaufschwung hat die Unternehmensstabilität gestärkt
Der kräftige Wirtschaftsaufschwung der zurückliegenden 1 ½ Jahre hat den Unternehmen im Land gut getan. Im dritten Quartal 2011 waren in Mecklenburg-Vorpommern 194 Unternehmensinsolvenzen zu verzeichnen. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahren mussten noch 205 Unternehmen den Gang zum Insolvenzgericht antreten, im zweiten Quartal 2011 waren 189 Fälle gezählt wurden. Allein in der Region Rostock gab es zuletzt einen Anstieg. Nachdem Rekordhoch an Unternehmenspleiten im Krisenjahr 2009 hat sich das Insolvenzgeschehen
bei den Firmen in M-V weiter beruhigt. Ein wichtiger Grund hierfür ist die gestärkte Eigenkapitalausstattung der Unternehmen, die den Aufschwung genutzt haben, um Kapitalreserven anzulegen.
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HRO |
SN |
NBG |
| 1. Quartal 2011 |
95 |
59 |
51 |
| 2. Quartal 2011 |
67 |
68 |
54 |
| 3. Quartal 2011 |
86 |
60 |
48 |
Trend bei den Verbraucherinsolvenzen uneinheitlich
Der Trend bei den Verbraucherinsolvenzen folgt innerhalb des Landes Mecklenburg-Vorpommern unterschiedlichen Richtungen. Während die Zahl der insolventen Privatpersonen in den Regionen Rostock und Schwerin gegenüber dem Vorquartal von 182 auf 156 Fälle bzw. von 157 auf 149 Fälle zurückging, sind in der Region Neubrandenburg deutliche Zuwächse zu verzeichnen (von 183 auf 241 Fälle). Es ist zu befürchten, dass die sich abzeichnende konjunkturelle Abschwächung im kommenden Jahr die Zahl der Verbraucherinsolvenzen
weiter in die Höhe treiben wird.
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HRO |
SN |
NBG |
| 1. Quartal 2011 |
202 |
153 |
232 |
| 2. Quartal 2011 |
182 |
157 |
183 |
| 3. Quartal 2011 |
156 |
149 |
241 |
Verschlechterte Bonitäten im Zeichen der Rezessionsängste
Trotz der noch guten Wirtschaftslage im Land haben die Risiken für die weitere Konjunkturentwicklung seit dem Sommer deutlich zugenommen: Immer noch ist die Schuldenkrise der Eurostaaten ungelöst, Banken geraten ins Trudeln und müssen re-kapitalisiert werden, und die Konjunkturstimmung hat sich weltweit eingetrübt. Im bevorstehenden Winterhalbjahr dürfte die deutsche Wirtschaft daher lediglich stagnieren. Daher überrascht es nicht, dass sich die Bonitäten der Unternehmen auch in Mecklenburg-Vorpommern im Durchschnitt
zuletzt verschlechtert haben. Dabei sind aber weiterhin bei einem Großteil der Unternehmen sehr gute bis gute Bonitätsnoten festzustellen, die eine entsprechend hohe Kreditwürdigkeit signalisieren.
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Der Creditreform Bonitätsindex ist Bestandteil der Creditreform Wirtschaftsauskunft und setzt sich aus einer Vielzahl von Informationen zusammen, welche die Bonität eines Unternehmens beschreiben. Je höher der Wert des Bonitätsindexes, desto höher ist das Ausfallrisiko des Kunden. Das Bonitätsspektrum reicht von 100, einer sehr guten Bonität, bis 600 – in diesem Fall liegen harte Negativmerkmale vor.
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