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Startseite News & Termine Creditreform News Regionale Nachrichten Wirtschaftsbarometer M-V erstes Quartal 2012

Insolvenzen, Neugründungen und Bonitäten 2011 in Mecklenburg-Vorpommern
Eine aktuelle Studie von Creditreform Mecklenburg-Vorpommern

Rostock, 16.01.2012


Abbildung Neugruendungen

Die günstige Konjunkturlage in den vergangenen zwölf Monaten hat sich positiv auf die Insolvenzentwicklung in der deutschen Unternehmenslandschaft ausgewirkt. Mit 30.200 unternehmerischen Insolvenzverfahren wurde der Vorjahreswert (32.060 Fälle) um 5,8 Prozent unterschritten. Dieser Trend bestätigt sich auch in Mecklenburg-Vorpommern. Hier sank die Zahl der Firmenpleiten leicht von 749 Fällen (2010) auf 730 Fälle (2011).

Der kräftige Wirtschaftsaufschwung der zurückliegenden 1 ½ Jahre hat den Unternehmen im Land gut getan. Im vierten Quartal 2011 waren in Mecklenburg-Vorpommern 142 Unternehmensinsolvenzen zu verzeichnen. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahren mussten noch 205 Unternehmen den Gang zum Insolvenzgericht antreten, im zweiten Quartal 2011 waren 189, im dritten Quartal 194 Fälle. Allein in der Region Rostock gab es zuletzt einen Anstieg.

Somit hat sich das Insolvenzgeschehen bei den Firmen in M-V nach dem Rekordhoch im Krisenjahr 2009 weiter beruhigt. Ein wichtiger Grund hierfür ist die gestärkte Eigenkapitalausstattung der Unternehmen, die den Aufschwung genutzt haben, um Kapitalreserven anzulegen.

HRO

SN

NBG

1. Quartal 2011 95 59 51
2. Quartal 2011 67 68 54
3. Quartal 2011 86 60 48
4. Quartal 2011 62 68 12

Vergleich Neugruendungen und Unternehmensinsolvenzen in MV

Ebenfalls zurückgegangen ist die Zahl der Verbraucherinsolvenzen. Mit 103.200 Fällen (2010: 109.960; minus 6,1 Prozent) wurde aber erneut die Marke von 100.000 insolventen Verbrauchern pro Kalenderjahr übertroffen. Diese Entwicklung verdeutlicht, dass die Verbraucherinsolvenz in Deutschland mittlerweile ein Massenphänomen darstellt.

Privatinsolvenzen

HRO

SN

NBG

1. Quartal 2011 202 153 232
2. Quartal 2011 182 157 183
3. Quartal 2011 156 149 241
4. Quartal 2011 202 181 202

In Mecklenburg-Vorpommern lag die Zahl bei 2.240 Privatinsolvenzen. Im aktuellen Trend der Altersentwicklung wird auch im Bereich der Privatinsolvenz eine demographische Entwicklung deutlich. Zu den Hauptauslösern von Überschuldungsprozessen, die schließlich in die Insolvenz münden können, zählen neben Arbeitslosigkeit und Einkommensarmut auch Krankheit, Erwerbsunfähigkeit, die Trennung vom Lebenspartner und eine gescheiterte Selbstständigkeit. Von vielen dieser Probleme sind gerade Personen mittleren Alters und darüber betroffen. Auch 2011 sind es mehrheitlich Männer, die ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen können und den Weg in die Privatinsolvenz nehmen müssen. Gut 55 Prozent aller insolventen Privatpersonen sind männlichen und knapp 45 Prozent weiblichen Geschlechts.

Privatinsolvenzen

Die Zahl überschuldeter Personen in Deutschland ist mit 6,41 Millionen weiterhin sehr hoch. Hieran wird ersichtlich, dass auch für die kommenden Jahre nicht mit einem deutlichen Rückgang der Verbraucherinsolvenzen in Deutschland zu rechnen ist. Allerdings dürfte auch die Perspektive einer auf drei Jahre verkürzten Wohlverhaltensperiode bis zur Erteilung der Restschuldbefreiung bei Betroffenen zu einer abwartenden Haltung geführt haben. Das Bundesjustizministerium plant, überschuldeten Verbrauchern schneller ihre Schulden zu erlassen, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt werden. Dazu zählen die Deckung der Verfahrenkosten und eine Gläubigerbefriedigungsquote von 25 Prozent. Ein Gesetzesentwurf mit Angaben zur genauen Ausgestaltung steht bisher allerdings noch aus.

VC SN

VC HRO

VC NB

MV

2009 549 671 819 2039
2010 182 157 183 2304
2011 156 149 241 2240

(Verbraucherinsolvenzen)

Neugründungen MV

Das Gründungsgeschehen in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt sich weiter rückläufig. In den einzelnen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns verzeichnet allein Rostock aktuell eine leichte Zunahme an Firmengründungen.

HRO

SN

NBG

MV

1. Quartal 2011 405 275 240 920
2. Quartal 2011 384 208 219 811
3. Quartal 2011 405 197 192 794
4. Quartal 2011 359 181 186 726


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